Spitzwegerich – der Meister der Schleimhäute

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist recht unauffällig, oft läuft man an Wegrändern und auf Wiesen achtlos an ihm vorbei. Dabei hat er viele wertvolle Inhaltsstoffe und eine lange Tradition als Heilpflanze. Er enthält unter anderem wichtige Mineralien, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamine (A, C, K) und sekundäre Pflanzenstoffe.

Im zeitigen Frühjahr entwickelt er seine langen schmalen Blätter, die wie kleine Lanzen aus dem Boden schießen und später an der Spitze ährenförmige Blüten entwickeln. Aus den Blüten entstehen dann die Früchte mit ihren Kapseln.

Meister der Schleimhäute

Bei nasskaltem Wetter mit Regen und Wind stehen besonders die Atemwege und das Immunsystem unter Stress.

Spitzwegerich ist der Meister der Schleimhäute. Sein Wirkstoff-Cocktail eignet sich bestens bei entzündeten Schleimhäuten der oberen Atemwege. Die Wirkstoffe bilden einen Schutzfilm auf der Schleimhaut, der Schmerzen lindert und einer weiteren Entzündung bzw. Ausbreitung von Bakterien entgegenwirkt. Guten Erfolg zeig er auch bei quälendem Hustenreiz und einer Bronchitis.

Die enthaltene Kieselsäure stärkt hingegen das Bindegewebe, stabilisiert die Lunge und sorgt indirekt für eine Steigerung der Immunabwehr. Hilfreich ist er auch bei Verdauungsbeschwerden, wie Darmentzündungen oder Magenschmerzen. Außerdem unterstützt er die Entgiftung von Leber und Niere.

Erste-Hilfe-Pflaster

Kaum bekannt, aber unglaublich wirksam – Spitzwegerich ist die perfekte Wahl, wenn kein Pflaster oder Desinfektionsmittel zur Hand ist. Dank seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung hilft er bei kleinen Wunden und Insektenstichen – einfach ein frisches Blatt zerreiben und auf die betroffene Stelle legen. Die Blätter eignen sich auch wunderbar zur Behandlung von Hautentzündungen, Blutergüssen, Prellungen und Verbrennungen.

Seine Wirkungen auf einen Blick

  • Schleim lösen und den Auswurf fördern
  • entkrampfen
  • antibiotisch und entzündungshemmend
  • Immunsystem stärken
  • Wunden heilen und Blut stillen
  • Insektenstiche versorgen

Sie möchten ihn füttern?

Pferde suchen im Frühjahr meist instinktiv und gezielt die jungen Spitzwegerichblätter auf der Weide. Hunde sind gleichfalls für getrocknetes Kraut in ihrem Futternapf dankbar. Wer nicht bis zum Frühjahr warten will, der kann Spitzwegerich-Blätter * pur oder als Tee füttern. Dabei lässt er sich wunderbar mit anderen Hustenkräutern, wie Thymian *, Süßholzwurzel *, Anis-Kümmel-Fenchel * oder Isländisch Moos * kombinieren.

Aus frischem Spitzwegerich kann ein Sirup oder Saft hergestellt werden, der bei trockenem Husten, Hals- und Kehlkopfentzündungen helfen kann. Die flüssige Variante hat den Vorteil, dass die Wirkstoffe im Rachenraum länger einwirken. Zusammen mit anderen Hustenkräutern verstärkt es nochmals die Wirkung. Gute Erfolge habe ich hier bei meinen Patienten mit den beiden Hustensäften HustaVet BronchialVital (Hund) * und HustaVet BronchialVital (Pferd) *.

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Bevor es los geht

Spitzwegerich ist dopingrelevant. Turnierreiter sollten ihn rechtzeitig vor dem Turnier absetzen. Es gilt eine 48 Stunden-Karenzzeit.

Achten Sie beim Kauf auf beste Qualität. Nur dann wird ein Mindestgehalt bestimmter Inhaltsstoffe garantiert, ohne den die Kräuter nicht ihre volle Wirkung entfalten können. Wer Kräuter gern selbst sammelt und weiterverarbeitet, sollte dies nur an unbelasteten Stellen, fernab von Straßen tun.

Tiere können auf Heilpflanzen allergisch reagieren. Was der eine ohne Probleme verträgt, kann beim Anderen unerwünschte Reaktionen auslösen. Lassen Sie sich vor der Fütterung fachkundig beraten.

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